Eva Giolo, Memory Is an Animal, It Barks with Many Mouths (2024), still from video.
Ausstellung

Eva Giolo. Memory Is an Animal, It Barks with Many Mouths.
Ar/Ge Kunst mit der Biennale Gherdëina 9

Eröffnung am 29. Mai, 19 Uhr

30.5.2024—27.7.2024

Kuratiert von Francesca Verga und Zasha Colah

Der Film, den die Künstlerin und Filmemacherin Eva Giolo in der Ar/Ge Kunst vorstellt, ist das Ergebnis einer anderthalbjährigen Recherche in den ladinischen Tälern. Das Werk Memory Is an Animal, It Barks with Many Mouths (Die Erinnerung ist ein Tier, sie bellt mit vielen Mäulern) wurde im 16-mm-Format gedreht und von der Ar/Ge Kunst zusammen mit der Biennale Gherdëina 9 sowie mit Unterstützung des Flanders Audiovisual Fund in Auftrag gegeben und produziert.

In den Gebirgstälern rund um die Dolomiten erfinden Kinder alte ladinische Sagen neu, während sie Löcher im Boden, Höhlen und Gewässer auf der Suche nach etwas Verlorenem oder Vergessenem erkunden. Anhand einer poetischen Choreografie unternimmt der Film eine imaginäre Reise, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt. Es entstehen Resonanzen zwischen der Landschaft, ihren Mythen und Sagen sowie der ladinischen Sprache, dem in den Tälern gepflegten alten rätoromanischen Idiom – in einem Puzzle, das sich als zeitlose Fabel entfaltet.

Die Künstlerin Eva Giolo (1991, Belgien) arbeitet mit analogem Film. Ihre Arbeit fokussiert sich vor allem auf die weibliche Erfahrung und erkundet Themen wie Intimität, Beständigkeit und Erinnerung unter Einsatz experimenteller wie auch dokumentarischer Strategien. Darüber hinaus befasst sich Eva Giolo mit der Untersuchung von Sprache und Semiotik. Ihre Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals, in Museen und Galerien präsentiert, unter anderem bei Sadie Coles HQ, Harlan Levey Projects, im WIELS, MAXXI-Museo Nazionale delle Arti del XXI secolo, in der Kunsthalle Wien, auf dem International Film Festival Rotterdam, im Kunstmuseum Den Haag, auf der Viennale, dem FIDMarseille, dem Visions du Réel und dem New York Film Festival. Eva Giolo ist Mitbegründerin der Produktions- und Vertriebsplattform elephy.

Memory Is an Animal, It Barks with Many Mouths (2024)

Gedreht auf Kodak-16-mm-Film im Oktober 2023 und März 2024 vor Ort in Gröden, im Gader- und Eggental sowie im Regionalen Naturpark Lessinia in Italien.

In Auftrag gegeben von Ar/Ge Kunst.

Produziert von elephy

Koproduziert von Ar/Ge Kunst und Biennale Gherdëina

Kuratiert von Francesca Verga und Zasha Colah

Ausstellungsgestaltung: Yuichiro Onuma

Produktionskoordination: Greta Langgartner, Verena Rastner, Stefano Riba

Animation: Boram Lee

Digitale Bilder: Isjtar Vandenbroeck

Tontechnik: Eva Giolo, Greta Langgartner

Geräuschaufnahme: Rustem Ovec

Foley Artist und Editor: Murat Şenürkmez

Sounddesign: Simonluca Laitempergher

Colorist: Lennert De Taeye

Übersetzung: Greta Langgartner, Sabine Pitscheider

Lektorat: Rebecca Jane Arthur

Mit: Nina Comploi, Emma Costabiei, Jan Costabiei, Amy Dal Zot, Evelyn Glück, Gabriel Goop, Jolie Grossgasteiger, Silvia Laimer, Giorgio Langgartner, Greta Langgartner, Olga Moling, Sandra Moroder, Iaco Palfrader, Matio Palfrader, Hannes Perathoner, Moriz Perathoner, Emilia Plunger, Emma Prechtel, Arturo Riba Polizzi, Bianca Riba Polizzi, Patrick Senoner, Sofia Stuflesser, Flora Tavella, Matî Tavella, Amanda Wanker, Laurin Wanker, Devin Werdaner, Janis Werdaner, Giulia Wörgartner

Mit den Stimmen von: Nina Comploi, Sofia Stuflesser, Amanda Wank, Laurin Wanker, Roland Welponer, Devin Werdaner, Janis Werdaner

Vokalpassagen von: Hosianna: Karin Chiesa, Sofia Dejori, Julia Lardschneider, Magdalena Mussner, Lea Schenk, Miriam Senoner, Sara Senoner, Nathalie Senoner, Giulia Tavella. De Cater: Silvia Delago, Sara Delago, Katrin Perathoner, Christine Wanker, Katrin Perathoner

Mit Dank an: Rut Bernardi, Dirk DeJonghe at Colours by Dejonghe, Gallery Doris Ghetta, Istitut Ladin Micurá de Rü, Ulrike Kindl, Lessinia Regional Natural Park, Olga Moling, Wolfgang Moroder, Municipality of Sant'Anna d’Alfaedo, Museum Gherdëina, Petra Ploner, Claudia Polizzi, Ingrid Ruggaldier, Butëiga Rusina, Claudia Senoner, Union di Ladins de Gherdëina

Produktion, Regie, Kamera und Montage

Mit freundlicher Unterstützung des Flanders Audiovisual Fund (VAF)