GRENZEN UND POLITIKEN DER KRIMINALISIERUNG UND MARGINALISIERUNG VON MENSCHEN IN BEWEGUNG
Ein Gespräch mit Alessio Giordano.
Im letzten Jahrzehnt wurden auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zahlreiche Maßnahmen eingeführt, um Menschen auf der Flucht zu marginalisieren und zu kriminalisieren: von der Externalisierung der Grenzen über Pushbacks bis hin zu bürokratischen und architektonischen Formen der Feindseligkeit sowie präventiven Verwaltungsmaßnahmen. Ausgehend von diesen Entwicklungen spricht Alessio Giordano über die Veränderungen der Migrationspolitik der letzten Jahre und beleuchtet die Mechanismen, die Zugang, Aufnahme und Ausschluss regeln – ebenso wie deren soziale und politische Auswirkungen.
Alessio Giordano (*1983 in Brixen) ist freier Journalist und Mitarbeiter der Zeitschrift Altreconomia, für die er sich hauptsächlich mit sozialer Gerechtigkeit und Migration befasst. Bis 2019 arbeitete er in Bozen als Sozialarbeiter im Bereich der Unterstützung von Menschen in prekären Lebenslagen sowie der Aufnahme von Asylsuchenden und Personen mit internationalem Schutzstatus.
Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung
Solastalgia von Sofia Melluso und Gianluca Concialdi, die derzeit bei Ar/Ge Kunst zu sehen ist. Die Ausstellung reflektiert anhand von Installationen, Bildern und Erzählungen die Veränderungen von Orten unter dem Druck des globalen Tourismus und untersucht die Zusammenhänge zwischen Mobilität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Wandel.




